Tierarzneimittel - Regionalbauernverband Kurhessen e. V.

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Staatl. Tierarzneimitteldatenbank (TAM) – Mitteilung der Tierbewegung und Antibiotikaverwendungen bis zum 14.01.2015

In Ergänzung zu unserem Newsletter vom 26. Juni und 12. Dez. 2014 über die Erstmeldung in der staatl. Tierarzneimitteldatenbank (TAM) möchten wir darauf hinweisen, dass die erstmalige Meldung der Tierbestände sowie der Arzneimittelanwendungen für das 2. Kalenderhalbjahr 2014 unter Angabe der meldepflichtigen Nutzungsart spätestens bis zum 14.01.2015
in der TAM erfolgen müssen.

Auf der Homepage  www.hi-tier.de können Sie nach Anmeldung mit Ihrer Betriebsnummer und der zugehörigen HIT-PIN die geforderten Meldungen in der TAM eingeben.

Die Bund-Länderarbeitsgruppe Tierarzneimittel hat die Anforderungen an die Schnittstelle zur Meldung von Antibiotikaabgaben in die HIT-Datenbank angepasst. Damit können Tierhalter die QS GmbH mit der Weitergabe der Antibiotikadaten aus der QS- an die HIT-Datenbank (HIT-TAM) beauftragen. Eine doppelte Dateneingabe der Antibiotikaanwendungen ist nicht erforderlich. Ein detaillierte Anleitung der vorzunehmenden Einstellung in der TAM, damit die QS GmbH die Antibiotikaanwendungen an die TAM melden kann, finden Sie hier: „Antibiotikadatenbank - QS liefert an HIT"

Den Vorschlag, die bei QS hinterlegten Angaben zu den durchschnittlich belegten Tierplätzen zu übernehmen, wurde seitens der Bund-Länder-Arbeitsgruppe bisher nicht akzeptiert. Daher gilt: Schweine- und Rinderhalter müssen zunächst die Meldung der Tierbewegungen in der TAM selbst vornehmen. Eine Meldung und Pflege der Angaben zu den Tierplätzen in der QS-Datenbank wird dann entfallen. Die Angaben werden ersetzt durch die Daten zu den Tierbewegungen bzw. Halbjahrestierzahlen, die QS aus der TAM-Datenbank erhält.

Für Geflügelhalter hingegen gilt, dass die Zu- und Abgänge von Tieren durch QS an die TAM gemeldet werden.

Die eigene Eingabe der Tierbewegungen erfolgt in der TAM-Datenbank unter dem Menü „Eingabe Tierbestand/Bestandsveränderungen" und ist für jede Registriernummer und jede Nutzungsart mit folgenden Daten anzugeben:

  • Tierzahl zu Beginn des Halbjahres (1. Januar oder 1. Juli)

  • Tierbewegungen (tag-genau):

  • jeder Zugang (z.B. Zukauf, vom Muttertier abgesetzte Tiere, „Nutzungsarten-wechsel", bspw. Übergang im jeweiligen Kalenderhalbjahr von der Nutzungsart „Mastkälber bis 8 Monate" hin zu „Mastrinder über 8 Monate")

  • jeder Abgang (z.B. Verkauf, Schlachtung, Verendungen, „Nutzungsartenwechsel")


Speziell für Rinderhalter
gibt es die Möglichkeit einer gesonderten Eingabemaske für die Tierbewegungen. An dieser Stelle können die Halter von Mastrindern und Mastkälbern auf die Daten des in der HIT geführten Bestandsregisters zurückgreifen und diese nach Abgleich und Bestätigung in die TAM übernehmen.

Für diejenigen Betriebe, welche nicht über einen Dritten, sondern selbst die Antibiotikaverwendungen melden sind für jede Betriebsnummer (sollten mehrere Betriebsnummern vorhanden sein) und jede Nutzungsart folgende Daten anzugeben:

  • Nutzungsart

  • Anzahl der behandelten Tiere

  • Bezeichnung des angewendeten Arzneimittels

  • insgesamt angewendete Menge des Antibiotikums (wird die Menge pro Tier und Tag angegeben, kann die Datenbank die Gesamtmenge errechnen)

  • Datum der Anwendung

  • Behandlungstage und Wirkungstage (wie vom Tierarzt angegeben – die Wirkungstage entsprechen nicht der Wartezeit!)


Mit dem Auswahlfeld „Abgabe/Anwendung" kann unterschieden werden, welchen Ursprung die Eintragungen zur Arzneimittelverwendung haben.
Abgabe: Die Eintragungen beruhen auf Angaben aus einem Arzneimittelanwendungs- und Abgabebeleg des behandelnden Tierarztes (und in diesem ist die Abgabe erfasst).
Anwendung: Die Eintragungen beruhen auf dem Bestandsbuch des Tierhalters gemäß Tierhalter-Arzneimittel-Nachweisverordnung (inklusive der Anwendung durch den Tierarzt).

Wird Abgabe ausgewählt, muss der Tierhalter folgende Versicherungen abgeben:

  • Der Tierhalter muss bereits seit dem 01.07.2014 gegenüber seinem Tierarzt zum Zeitpunkt des Erwerbs der Antibiotika bzw. der Verschreibung schriftlich versichern, dass er nicht ohne Rücksprache von der Behandlungsanweisung abweichen wird. Hierzu bestehen folgende Möglichkeiten:

-  Aufnahme in den tierärztlichen Betreuungsvertrag.
- Aufnahme in die „Durchschrift des Arzneimittelanwendungs- und Abgabebeleges",   vorausgesetzt sie wird in Papierform in der tierärztlichen Hausapotheke archiviert.
- Separat und ohne andere Inhalte


  • Schriftliche Versicherung des Tierhalters gegenüber der zuständigen Behörde

Diese muss jeweils am Ende eines Kalenderhalbjahres vorliegen. Aus dieser muss hervorgehen, dass sich der Tierhalter im vergangenen Kalenderhalbjahr an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat und von dieser nicht abgewichen ist (vgl. Musterformular Anlage, eine online Meldung ist nicht möglich).


Hinweis:
Findet in einem Halbjahr keine Antibiotika-Behandlung statt, erübrigen sich nicht nur Mitteilungen zur Antibiotikaverwendung sondern auch Mitteilungen zu Veränderungen im Tierbestand. Für den Betrieb wird durch die Antibiotika-Datenbank automatisch die Therapiehäufigkeit „Null" ermittelt. Geht eine Antibiotika-Anwendung über das Ende eines Halbjahres hinaus, ist nur eine Mitteilung erforderlich. Die Behandlungstage werden automatisch anhand des Behandlungsdatums (= erster Tag der Anwendung) auf die beiden Halbjahre verteilt. Ändert sich während der Behandlung die Nutzungsart (das Mastferkel wird zum Mastschwein), wird die Behandlung vollständig der Nutzungsart zu Beginn der Behandlung zugeordnet. Die Eingabe des Behandlungsdatums ist freiwillig. Erfolgt keine Eingabe des Behandlungsdatums, müssen bei Anwendungen, die über das Kalenderhalbjahr hinausgehen für jedes einzelne Halbjahr getrennte Eintragungen gemacht werden.

Weitere Informationen zum Umgang mit der TAM finden Sie in den Handbüchern (http://www.hi-tier.de/infoTA.html) oder auf der Seite der zuständigen Regionalstelle http://www.hvl-alsfeld.de/viehverkehrsverordnung/schweine.html
Zudem stehen Ihnen unsere Ansprechpartner in den jeweiligen Geschäftsstellen gern zur Verfügung.

Musterformular zur schriftlichen Versicherung gegenüber der Behörde   

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